Zum Start des sogenannten Movember trafen sich Männer, Jugendliche und Pädagogen zu einer gemeinsamen Rasieraktion. Morgens in der Alexej-von-Jawlensky-Schule und später im Stadtteilzentrum hieß es für alle: einmal alles auf Null. Glattrasierte Gesichter, viel Gelächter und eine ordentliche Portion Gemeinschaftsgefühl standen am Anfang eines Monats, in dem es um mehr geht als nur um Bartwuchs.
Der Begriff Movember setzt sich aus den englischen Wörtern Moustache (Schnurrbart) und November zusammen und steht symbolisch dafür, dass sich Männer im Zeichen der Männergesundheit im November einen Bart wachsen lassen. Gegründet wurde die Bewegung im Jahr 2003 in Australien und ist mittlerweile weltweit etabliert. Die weltweite Aktion will darauf aufmerksam machen, dass Männer sich mehr um ihre Gesundheit kümmern sollten – um die körperliche genauso wie um die seelische. In Deutschland hat sich die Aktion ebenfalls etabliert und macht hierzulande jährlich viele Männer, Angehörige und Unterstützerinnen sichtbar.
Oft vergessen Männer, regelmäßig zur Vorsorge zu gehen, oder sie schieben gesundheitliche Themen beiseite, als wären sie unzerstörbar. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Männer sterben im Durchschnitt fünf Jahre früher als Frauen, viele erkranken an Prostata- oder Hodenkrebs, und zu viele haben mit psychischen Erkrankungen zu kämpfen. Der Movember will genau hier ansetzen – mit Humor, aber auch mit Herz und Ernsthaftigkeit.
Auch hier im Quartier wird das Thema mit viel Engagement und Spaß aufgegriffen. Nachdem die Rasiermesser am 31. Oktober zum Einsatz kamen, dürfen nun die Bärte wachsen – langsam, krumm, wild oder perfekt gepflegt, ganz egal. Hauptsache sichtbar. Denn jeder Bart im November soll ein Zeichen sein: für Aufmerksamkeit, für Gespräche und für mehr Offenheit, wenn es um Männergesundheit geht.
Neben dem Spaß an der Aktion stehen weitere Veranstaltungen im Mittelpunkt, die sich mit Bewegung, Vorsorge und psychischer Gesundheit beschäftigen. Im Jugendzentrum etwa sind Infoabende mit Ärztinnen und Ärzten geplant, dazu kommen sportliche Angebote, bei denen man ins Gespräch kommen und gleichzeitig etwas für den eigenen Körper tun kann.
Der Movember im Schelmengraben ist also mehr als nur eine lustige Bartaktion. Er ist ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Achtsamkeit und dafür, dass es Mut braucht, über Gesundheit zu sprechen.
Mach mit und setz ein Zeichen!
Wer die Aktion unterstützen möchte, kann mit einer Spende an movember.de dazu beitragen, Projekte rund um Männergesundheit zu fördern. Jede Spende hilft dabei, das Bewusstsein für körperliche und seelische Vorsorge zu stärken – und Männer zu ermutigen, offener über ihre Gesundheit zu sprechen.
Hilfe und Beratung
Wenn Sie selbst betroffen sind oder jemanden kennen, der Unterstützung braucht, können Sie sich vertrauensvoll an folgende Stellen wenden:
Zentrum für Beratung und Therapie
Diakonie Wiesbaden Rheingau-Taunus
0611 422663