Aus Liebe zum Quartier: Vier Frauen engagieren sich für den Familieninnenhof

Besonders die Spielplätze im Schelmengraben sind wichtige Treffpunkte im Alltag und Orte, an denen Kinder, Eltern und Nachbarn zusammenkommen. Damit diese Orte lebendig, sicher und einladend bleiben, braucht es Menschen, die Verantwortung übernehmen. Menschen wie Erika Forte, Vanessa Forte, Romina Roggendorf und Sabrina Joses. 

Die vier Frauen wohnen in direkter Nachbarschaft, sind Mütter und engagieren sich seit vielen Jahren ehrenamtlich als Spielplatzpatinnen für den Familieninnenhof in der August-Bebel-Str. 24-32 und August-Bebel-Straße 76. Erika lebt bereits seit 26 Jahren im Quartier. Gemeinsam haben die Frauen ein Auge auf die Anlage und achten darauf, dass sich Kinder und Familien wohlfühlen.

Der Familieninnenhof gehört zu den beliebtesten Spiel- und Freizeitflächen im Schelmengraben. Die Grünflächen bieten Platz für Picknicks, kleine Pausen und gemeinsame Nachmittage mit Familie und Nachbarn. Daneben laden Schaukel, Wippe, Röhrenrutsche, Trampolin, Tischtennisplatte, Outdoor-Sportgeräte und die eingezäunte Fußballbox zum Spielen, Toben und Bewegen ein.

Die Spielplatzpatenschaften entstanden 2017 im Zuge der Neugestaltung des Familieninnenhofs. Das Projekt wurde im Rahmen des Programms „Soziale Stadtplus“ vom damaligen Stadtteilmanagement in Trägerschaft der BauHaus Werkstätten initiiert. Nach dem Ende des Förderprogramms im Jahr 2023 wurde das Stadtteilmanagement zum heutigen Stadtteilbüro weiterentwickelt, das die Gemeinwesenarbeit im Schelmengraben fortführt. Bis heute unterstützt das Stadtteilbüro die Spielplatzpatinnen bei ihren Anliegen und Aktivitäten.

Als langjährige Bewohnerinnen sind sie im Stadtteil hervorragend vernetzt und für viele Kinder wichtige Vertrauens- und Respektspersonen. Durch ihr Engagement unterstützen sie die Umsetzung der gemeinsam aufgestellten Spielplatzregeln. Sie vermitteln bei Konflikten, sensibilisieren für einen verantwortungsvollen Umgang mit Müll und dessen Entsorgung, achten auf einen respektvollen Umgang miteinander sowie mit den Spielgeräten und haben auch die Einhaltung der Ruhezeiten im Blick.

Neben den Spielplatzpatinnen des Familieninnenhofs engagiert sich mit Gentiana Shala eine weitere Spielplatzpatin für den Spielplatz in der Stephan-Born-Straße. 

„Wir machen das nicht für uns allein, sondern für die ganze Nachbarschaft“, sagen sie. Für die Frauen ist ihr Engagement selbstverständlich geworden. Sie möchten, dass Kinder sicher spielen können und Familien einen Ort haben, an dem sie gerne zusammenkommen. Ihr Einsatz zeigt, wie wichtig Nachbarschaft und persönliches Engagement für ein funktionierendes Quartier sind.

Der Schelmengraben bietet Familien heute so viele Spielmöglichkeiten wie noch nie zuvor. Insgesamt gibt es sechs große Spielplätze mit Rutschen, Wippen, Seilbahnen, Klettertieren, Bolzplätzen und einem Wasserspielplatz. Zwischen den Wohnhäusern entstehen dadurch beliebte Freiräume mit viel Grün und Aufenthaltsqualität.

Die Quartiersentwicklung der GWH legt besonderen Wert darauf, diese Flächen qualitätvoll weiterzuentwickeln und die Bedürfnisse aller Bewohnerinnen und Bewohner mitzudenken. Doch gute Spielplätze entstehen nicht allein durch Investitionen in Geräte und Grünflächen. Sie leben vor allem durch die Menschen, die sie nutzen, gestalten und sich für sie einsetzen.