Jugendliche setzen Zeichen für ein sauberes Quartier

Im vergangenen September hat die GWH gemeinsam mit Jugendlichen aus dem Quartier im Rahmen des Stadtteilfestes eine Befragung durchgeführt. Dabei wurde unter Anderem gefragt:

Was gefällt den Kindern und Jugendlichen im Quartier? Was stört sie? Und was wünschen sie sich für die Zukunft?

An der Befragung nahmen insgesamt 99 Jugendliche teil.

Die Rückmeldungen waren eindeutig: Viele Kinder und Jugendliche fühlen sich im Quartier wohl, schätzen die Spielplätze und erleben den Stadtteil grundsätzlich positiv.

Gleichzeitig wurde jedoch immer wieder ein Problem benannt – die zunehmende Vermüllung im Quartier.

Am 6. Mai und 8. Mai fanden daraufhin zwei gemeinsame Aufräumaktionen unter dem Motto „Schelmengraben räumt auf!“ statt. Gemeinsam mit Jugendlichen aus dem Quartier wurden an beiden Tagen Müll gesammelt, Grünflächen gereinigt und öffentliche Bereiche aufgeräumt.

36 Teilnehmende engagierten sich an den Aktionstagen und setzten damit ein starkes Zeichen für mehr Sauberkeit und Zusammenhalt im Quartier. Mit Handschuhen, Müllsäcken und viel Motivation waren die Jugendlichen mehrere Stunden unterwegs und zeigten eindrucksvoll, wie wichtig ihnen ihr Wohnumfeld ist.

Im Rahmen der Aktionen wurde den Jugendlichen außerdem die App „Sauberes Wiesbaden“ der Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden vorgestellt und direkt praktisch eingesetzt. Über die App können wilde Müllablagerungen oder Sperrmüll unkompliziert per Foto gemeldet werden. Die Stadt Wiesbaden sichert dabei zu, gemeldeten wilden Sperrmüll innerhalb von 24 Stunden zu beseitigen.

Die Jugendlichen nutzten die App aktiv während der Aufräumtage und lernten so, wie sie selbst dauerhaft zu einem sauberen Quartier beitragen können.

Workshop zur Lebenswelt der Jugendlichen

Nach den beiden Aktionstagen fand am 13. Mai ein gemeinsamer Workshop mit den Jugendlichen statt. Dabei stand der direkte Austausch über das Quartier im Mittelpunkt.

Auf einer großen Quartierskarte markierten die Kinder und Jugendlichen:
• Orte mit besonders starker Vermüllung,
• Bereiche, in denen sie sich wohlfühlen,
• sowie Orte, die sie meiden oder an denen sie sich ungern aufhalten.

Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise für die weitere Quartiersentwicklung und zeigen einmal mehr, wie wertvoll die Perspektiven junger Menschen für die Gestaltung ihres Lebensumfeldes sind. Alle drei Tage endeten mit einem gemeinsamen Pizzaessen.

Dank an die Jugendarbeit und Unterstützende

Für die engagierte Jugendarbeit im Quartier besteht große Dankbarkeit. Sie ist ein wertvoller Baustein der Quartiersentwicklung und schafft wichtige Räume für Beteiligung, Begegnung und Mitgestaltung. Die Aktionstage haben gezeigt, wie viel Potenzial und Engagement in den jungen Menschen vor Ort steckt.

Ein besonderer Dank gilt außerdem dem BAUHAUS für die Planung und Durchführung der Aktionstage. Ebenso gilt den Jugendlichen großer Dank, die mit ihrem Einsatz zu einem sauberen und lebenswerten Quartier beigetragen haben.